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Fr, 21.07.2017 | 18:30 | Versuchsgut Lindhof, Bäderstr. 31, 24214 Lindhöft

Mit dem Thema "Landwirtschaft Digital - Smartfarming oder entmündigter Landwirt?" wurde die Veranstaltungsreihe "Region Digital" am 21.07.17 fortgesetzt.

Obwohl es ein schöner Sommertag und der letzte Tag direkt vor Ferienbeginn war, war das Interesse an der Veranstaltung groß. Ca. 30 - 35 Teilnehmer waren nach Lindhöft auf das landwirtschaftliche Versuchsgut Lindhof der CAU Kiel gekommen.

Sabine Mues, die Betriebsleiterin des Versuchsgutes stellte zu Beginn das Versuchsgut kurz vor und macht dabei auch deutlich, dass ökologische Landwirtschaft und modernste Technologie keinen Widerspruch darstellen.

Die Moderation des Abends lag bei Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein. Er begrüßte folgende Gäste:

  • Nele Markwardt, Gastgeberin der Marktschwärmer in Kiel.
  •  Peter Plambeck von der Futtermanufaktur in Brügge, der sich auf die maßgeschneiderte und individuelle Produktion von Futtermittelmischungen spezialisiert hat.
  • Carola Ketelhodt vom Innovationsbüro EIP Agrar Schleswig-Holstein, dass sich mit der Umsetzung von Innovationsprojekten für Nachhaltigkeit und Produktivität in der Landwirtschaft befasst.
  • Tim Schlotfeld Projektleiter des Clusters Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein, aber auch selbst als Landwirt aufgewachsen.
  • Heinrich von der Decken Betriebsleiter von Gut Panker und stellvertretender Vorsitzender des DLG-Ausschusses für Pflanzenernährung.

Der Abend wurde mit einem kurzen Impulsvortrag von Nele Marwardt über das Konzept und die Erfahrungen der Marktschwärmerei fortgesetzt.

Bei den Marktschwärmern handelt es sich um eine Direktvertriebskonzept auf Basis einer Webplattform, welches etablierte Wochenmärkte und Hofläden ergänzen soll und Produzenten und Konsumenten die Möglichkeit gibt zusammen zu kommen und dabei einmal wöchentlich Lebensmittel auf Bestellung direkt vom Erzeuger zu beziehen. Den beteiligten Landwirten sollen so neue Vertriebswege geschaffen werden.

Podiumsdiskussion:

Die anschließende Podiumsdiskussion war sehr vielfältig und griff neben den Themen, die sich mit den Möglichkeiten und Problemen des digitalen Wandels in der Landwirtschaft befassten auch Themen wie das Tierwohl im Zusammenspiel mit dem Herdenmanagement auf.

Ziel war es dabei Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der KielRegion zu erarbeiten, die als Grundlage eines digitalen Wandels der Landwirtschaft dienen können.

Als zentrale Forderungen, welche durch eine Abstimmung (Dotmocracy) der Teilnehmer ermittelt wurden sind zu nennen (nach Häufigkeit der Dots):

  • Glasfaser aufs Land (12 Dots)
  • Landwirtschaft als Erlebnis mit Hilfe von Medien in die Stadt bringen (9 dots)
  • Digitale Kotenpunkte schaffen, Treffpunkte von Praktikern und IT-Fachleuten, "Digital agricultur Hubs" (9 Dots)
  • Stärkere Vernetzung in der Region (6 Dots)
  • KMU im digitalen Wandel unterstützen (5 Dots)
  • Wissen durch die Digitalisierung nicht verloren gehen lassen (4 Dots)
  • Bessere Sichtbarkeit der Höfe (3 Dots)
  • Größerer Anteil an der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette, wie die Hard- und Softwarentwicklung und die Veredelung sollte in SH verbleiben (3 Dots)
  • Wege zu mehr Tierwohl durch Digitalisierung (2 Dots)
  • 4.0 heißt auch direkter Kundenkontakt, dafür müssen professionelle Strukturen geschaffen werden (2 Dots)
  • Betriebe vernetzen und Stoffflüsse steuern (1 Dot)
  • Agrar-Technologen ausbilden (1 Dot)

Auch die Kieler Nachrichten berichteten über die Veranstaltung. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

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